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Reisebericht München 2007
Vom 19. - 22. 04. 2007 hielt sich eine 22-köpfige Reisegruppe der IPA-Verbindungsstelle Montabaur e.V. in München auf. Der nachfolgende Bericht gibt einen Überblick über den Verlauf und die einzelnen Stationen der Reise.
Los ging es am Donnerstag, dem 19. April, 06.00 Uhr, bei strahlendem Sonnenschein mit einem Reisebus der altbewährten Firma Knautz von der Polizeiautobahnstation Montabaur aus. Am Steuer des Fernreisebusses saß Peter Schwan, ein, wie sich am Ende der Reise herausstellen sollte, erfahrener, sicherer und ortskundiger Busführer. Organisiert hatte die Reise, fast im Alleingang, unser Schatzmeister Günter Scheid.
Nach einer kurzen Frühstückspause gegen 09.00 Uhr auf dem Rastplatz des Autohofes “Schlüsselfeld”, erreichten wir gegen 13.00 Uhr unser erstes Ziel, die “Allianz-Arena” in München. Unter der sachkundigen Führung von Michaela Keil besichtigten wir die Arena, einen Bau der Superlative, der von der Bauzeit, den Kosten und den verwendeten Materialien her, wohl einmalig in der Welt ist. Die Arena kostete ca. 350 Millionen Euro, fasst 69901 Zuschauer und wurde in einer Bauzeit von ca. 1 Jahr errichtet. Die Außenhaut besteht aus einer speziellen Kunststofffolie, die in drei verschiedenen Farben (blau, weiß, rot) aufleuchten kann. Im Restaurant der Allianz-Arena traf ich auf einen bayerischen Kellner und sammelte erste Erfahrung mit der bayerischen Mentalität. Bei der Bestellung entwickelte sich das folgende, kurze Gespräch, welches ich den Lesern des Berichtes nicht vorenthalten möchte: Kellner: “Was wollst denn trinken?”. Ich: “Ein Weizenbier, bitte”. Kellner: “Bei uns gibt´s nur Weisbier oder Helles; Weizen bestellen nur die Preißen!” Mein Tischnachbar Horst Gilcher erlaubte sich dann auch noch die Frage: “Ist das Bier vom Fass?”. Kellner: “Bei uns is olles vom Fass!; mei, die Preißen!”. Ich: “Ist Ihnen Königsgrätz ein Begriff?”. Kellner: “Na, warum?”. Ich: “Da haben wir euch den Arsch aufgerissen. Da hatten wir schon Zündnadelgewehre und ihr habt noch mit Vorderladern hantiert, also nichts gegen die Preußen!”. Kellner: “Was Du so alles woaßt; I bring jetzt die Biere!”.
Übrigens gut gekühlte, schmackhafte Biere zu einem akzeptablen Preis. Gegen 15.30 Uhr erreichten wir Schloss Nymphenburg, in welchem die spätere Kaiserin “Sissi” das Licht der Welt erblickt und ihre frühe Kinderjahre verbracht hat. Nach einer ausführlichen Besichtigung desselben setzten wir unsere Fahrt fort und erreichten am frühen Abend unser 4-Sterne Hotel “Park Inn” im Münchener Stadtteil Johanneskirchen. Ich will schon an dieser Stelle anmerken, es handelte sich um ein Top Hotel. Große, lichte Zimmer, in denen es an nichts fehlte und ein Frühstücksbüffet vom Feinsten. Einziger Wermutstropfen war die hinter dem Hotel verlaufende Bahnlinie, die unseren Schlaf ein wenig beeinträchtigte. Allerdings nur ein wenig, waren wir doch nach den anstrengenden und ereignisreichen Tagen unseres Aufenthaltes in München des Abends rechtschaffen müde. Während einige noch am ersten Abend den Innenstadtbereich von München erkundeten, verschlug es andere in die schräg gegenüberliegende, urbayerische Gaststätte “Dicke Sophie”. Die Dicke Sophie haben wir an den drei Tagen unseres Aufenthaltes leider nicht zu Gesicht bekommen, dafür aber original bayerisches Essen und exzellentes bayerisches Bier genossen.
2. Tag
Um 14.00 Uhr fanden sich alle Reiseteilnehmer auf dem Marienplatz an der Mariensäule ein. Hier erwartete uns Klaus Berninger, ein pensionierter Kollege und Mitglied des IPA-Vorstandes der Stadt München in Begleitung seiner Ehefrau. Unter seiner sachkundigen Leitung erfolgte eine 2 1/2-stündige Stadtbegehung. Seine profunden, zeitgeschichtlichen Kenntnisse machten die Stadtführung zu einem Erlebnis für alle Teilnehmer. Jeder konnte dabei spüren, dass Klaus Berninger “sein” München ins Herz geschlossen hat. Nach der Stadtbegehung erfolgte die großräumige Erkundung von München mit dem Bus. Auch bei dieser Rundfahrt wartete Klaus mit seinen allumfassenden Kenntnissen auf. Kein historisches Gebäude, kein historischer Platz blieb ohne Hinweis auf seine Geschichte. Am Königsplatz ließ er uns aussteigen und ging mit uns zur “Glyptothek” (ich hoffe, ich habe das richtig geschrieben), einem Museum, dass heute die größte Sammlung von römischen und griechischen Skulpturen beheimatet. Nach einem geschichtlichen Vortrag, den Königsplatz und seine historischen Gebäude betreffend, durchfuhren wir Schwabing, das ehemalige Künstlerviertel von München. Da gegen 18.00 Uhr die Besichtigung der “Unionsbrauerei” auf der Tagesordnung stand, musste die informative Stadtrundfahrt leider vorzeitig abgebrochen werden. Aber was heißt schon vorzeitig. Ich nehme an, mit Klaus könnten wir mehrere Tage durch München fahren und würden immer wieder etwas Neues kennen lernen.
Die Besichtigung der Unionsbrauerei, zusammengefasst von Peter Müller: Im Rahmen der Münchenfahrt besuchten wir am 20. 04. die Privatbrauerei “Unions-Bräu”. Die Einladung hierzu erfolgte durch die Kollegen der IPA München. Im urigen Braukeller erfolgten die Begrüßung und ein großer Dank an die Kollegen aus München durch unseren Verbindungsstellenleiter Peter Kunst mit gleichzeitiger Übergabe von Gastgeschenken. Durch die Juniorchefin, die gleichzeitig auch Chefin des Löwenbräu-Zeltes beim Oktoberfest ist, erfolgte die Begrüßung und eine kurze Schilderung der Chronik des Familienunternehmens. Danach haben die heutigen Eigentümer im Jahre 1935, nach Auswanderung der jüdischen Gründerfamilie nach Amerika, die Bauerei übernommen. Die Juniorchefin erläuterte die Herstellung “ihres” Bieres, was man von den Sitzplätzen des Braukellers aus direkt verfolgen konnte. Eine Begehung des gesamten Bauereikomplexes rundete die Besichtigung ab. Beim anschließenden Abendessen mit den IPA-Freunden aus München entwickelte sich ein reger Informationsaustausch. Die Veranstaltung war sehr gut organisiert und dürfte jedem Teilnehmer der Münchenfahrt gefallen haben. Nach meinem Infostand dürften die letzten Kollegen gegen Mitternacht die Brauerei verlassen haben.
3. Tag
Gegen 10.00 Uhr verließen wir mit dem Bus unser Hotel mit dem Ziel Ammersee. In Dießen, am Ammersee bestiegen wir unseren Raddampfer, die “Herrsching”. Für einen Fahrtpreis von knapp 7 Euro pro Person brachte uns das Schiff an das gegenüber liegende Ufer, zur Ortschaft Herrsching. Dort nahm uns unser Busfahrer wieder auf und fuhr uns zum Kloster Andechs, auf dem “Heiligen Berg” gelegen. Nach der Besichtigung der historischen Klosterkirche, bei der wir auf einen “leibhaftigen” Bischof, samt “Hofstaat” trafen, wandten wir uns wieder den fleischlichen Genüssen zu. In den reichlich vorhandenen Biergärten gaben wir uns dem Tranke von hochprozentigem Andechser “Dunklem” hin. Manch einer genoss auch die “heilige” bayerische Speise: Haxe mit Knödeln und Blaukraut (Rotkraut). Gegen Abend ging es dann zurück ins Hotel.
4. Tag
Frühstück bis 10.00 Uhr, auschecken, Bus beladen und Fahrt zum Biergarten der Augustiner-Brauerei. Dort Frühschoppen, danach die Heimfahrt. Eintreffen bei der PAST Montabaur gegen 19.00 Uhr.
Abschließend möchte ich sagen, eine sehr gelungene, informative und erlebnisreiche Fahrt. Ein großes Dankeschön an alle, die zum Gelingen dieser Reise beigetragen haben. Die Reise war dem Vorstand der IPA-Montabaur wieder Ansporn zur Planung einer Reise im Jahre 2008. Gerne nehmen wir Vorschläge zum Reiseziel entgegen.
Bericht von Fritz Schwind
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