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Reisebericht Paris, April 2006

46 Mitglieder der IPA-Verbindungsstelle Montabaur hatten sich erwartungsvoll auf den Weg nach Paris gemacht. Paris, die Stadt an der Seine; die Stadt der historischen Sehenswürdigkeiten, der Liebe und der Liebenden, der Kunst und der Künstler; die Stadt der Genüsse und der Geniessenden, die Stadt mit Flair und weltoffenen Einwohnern; die Stadt deren Name nach Musik klingt; die Stadt, die man mindestens einmal im Leben gesehen haben sollte.

Gespannt waren sie, die Reisenden aus Deutschland. Gespannt, ob die Attribute, die man jedem Reiseführer entnehmen kann, zutreffen würden. Natürlich war dabei jedem klar, dass man Paris in 4 Tagen nicht annähernd erkunden kann.
Nach problemloser Fahrt mit dem Bus erreichten wir gegen 14.00 Uhr unser Ziel, das Hotel „Mercure“, im Stadtteil Paris-Landon. Ein modernes 3-Sterne Hotel, ausgestattet mit allem, was der Reisende benötigt und einem reichhaltigen Frühstücksbüffet, welches keine Wünsche offen ließ. Das Personal war distanziert freundlich, sprach kein Deutsch und auch mit Englisch kam man nicht recht weiter. Die Informationsbroschüren waren in diversen Sprachen ausgelegt, sogar in chinesisch; Deutsch war nicht darunter.
Die Umgebung des Hotels stand im krassen Widerspruch zum klangvollen Namen des Stadtteiles. In die Jahre gekommene Altbauten denen man anmerkte, dass ihre jetzigen Besitzer nicht viel Wert auf Äusseres legen, prägten das Stadtbild. 

Ein erster „Kurztrip“ in ein in unmittelbarer Nähe liegendes Bistro machte uns mit den Getränkepreisen von Paris vertraut. 8,70 € für einen halben Liter schlecht gezapftes Bier, 4 € für eine kleine Tasse Kaffee usw. waren ein Obolus, der so manches Durstgefühl schlagartig auf nahe Null reduzierte. Zum Glück fanden wir einige hundert Meter weiter ein Restaurant mit sehr freundlichen Inhabern, einer aufmerksamen, hübschen Bedienung und, für Paris ungewöhnlich, zivilen Preisen. Die Qualität des Essens und der Getränke war zufriedenstellend, wenn auch nicht typisch französisch. Knackpunkt war die Toilettenanlage (nur 1 Toilette für das ganze Lokal), deren Zustand in Deutschland zur sofortigen Schliessung des Lokals geführt hätte. Nichts desto trotz haben wir dieses Lokal für die Zeit unseres Aufenthaltes zu unserem „Stammlokal“ erkoren und dort auch den „offiziellen Teil“ unserer Reise, die Übergabe der Gastgeschenke an unseren Stadtführer und IPA-Freund Daniel Tellier, abgewickelt.
Die Stadtbesichtigung vermitteheruntergekommenen, grauen Fassaden, vielerorts mit Graffiti „verziert“, der mit Taubenkot verschmutzten Geschäftsmarkisen, die dem äusseren Anschein nach seit ihrer Installation nicht mehr gesäubert worden waren, der wilden Müllablagerungen und der abgasvernebelten, lärmerfüllten Strassen in denen das Atmen schwer fiel, und, und, und, erschreckte und stieß ab. Das alltägliche Paris. Das Paris, dessen Besuch man sich ersparen kann. Natürlich haben wir auch das andere Paris gesehen. Das Paris der historischen Sehenswürdigkeiten. Das Paris, wie wir es uns vorgestellt hatten. Versailles, Arc De Triomphe, Eiffelturm, Invalidendom, um nur einiges zu nennen, haben wir besucht.
Wir waren überwältigt von der Architektur der historischen Gebäude, der Schönheit und Gepflegtheit der sie umgebenden Parks; vom spürbaren Hauch der Geschichte, der uns umwehte. Vielen von uns kam dabei der Gedanke: “Was wäre Paris ohne seine Historie?“. Eine austauschbare, mit unsäglichem Lärm und Gestank erfüllte Grossslte uns ein Bild von Paris, das viele von uns so nicht erwartet

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hatten und welches natürlich auch in keinem Reiseführer auch nur ansatzmäßig beschrieben wäre. Das Paris der tadt, wie man sie überall auf der Welt finden kann!
Was wäre wenn? Es ist nun einmal so, wie es ist. Jedes Ding hat zwei Seiten, auch Paris.

Bericht von Fritz Schwind