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Eines war klar, angeln würden wir bei diesem Sauwetter nicht mehr. Natürlich konnten wir uns auch nicht jeden Tag der Trunksucht hingeben. Also beschlossen wir, die unwillkommene Gelegenheit zu nutzen und uns jeden Tag eine andere Gegend anzusehen. Erstes Ziel war die Gardastation in Ballina. Ein altehrwürdiges Gebäude mit entsprechenden Innenräumen und adäquater Innenausstattung. Nur der Computer im Wachraum störte das Gesamtbild. Sergeant John versicherte uns aber, dass ein Neubau fast fertiggestellt und im nächsten Jahr bezugsfertig sei. In der Gardastation verrichten 35 Polizeibeamte ihren Dienst. Sie sind zuständig für die Stadt Ballina und einige Vororte.
Nach der Übergabe unseres IPA-Wimpels verließen wir den freundlichen Kollegen und schauten uns die am River Moy gelegene Stadt an. Eine Unmenge Pubs zeugt auch in dieser Stadt von der Trinkfreudigkeit der Iren. Das auf dem Foto abgebildete Hinweisschild erregte unsere Aufmerksamkeit und unsere Gemüter. 1.900 € muss derjenige zahlen, der eine Zigarettenkippe aus dem Autofenster wirft. Diese Tatsache ist umso erstaunlicher, als die Iren ansonsten nicht allzu sorgfältig in ihrem Umgang mit Müll sind. Unser nächstes Ziel, Downpatrik Head, eine über hundert Meter hohe Steilküste im Norden Irlands mit einem vom Ufer abgelösten turmartigen Felsgebilde, zeigte sich uns sturmumtost in aufgepeitschter See, deren schaumbekronte Wellen in fünfzig Metern Höhe mit ungeheurer Wucht gegen die Felsen brandeten und die Gicht über den Küstenkamm aufsteigen ließ; ein Naturschauspiel, mit Demut erzeugender Wirkung auf unser Gemüt. Achill Island, eine Insel mit Brückenanbindung an das „Festland“, im Nordwesten von Irland gelegen, empfing uns mit Sonnenschein und böigen Winden.
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